Kleiner philosophischer Beitrag


Als wir uns für den Namen LAMAHARAJA entschieden, wusste ich noch nicht wirklich, was ich mit diesem Begriff verbinden sollte. Anfangs hat er sich einfach nur interessant angehört und wir brauchten einen abstrakten Begriff, der unsere Eigenheit beschreibt. Erst heute morgen beim täglichen Mülleinsammeln in der Asha Niketan, schafften es meine Neuronen ihre Synapsen produktiv zu vernetzen und erreichten dabei durch Austausch von Botenstoffen eine ungeahnte Kreativität - Mülleinsammeln kann so meditativ sein!

Zunächst sollte auffallen, dass das Wort ein Zusammenschweißen von zwei Wörtern sind, die jeweils an unser Einsatzsatzland erinnern sollen. Zum Einen besteht es aus "Lama", denn Peru ist bekannt für seine Lamas und zum Anderen aus Maharaja, denn dieses Wort hat für die westliche Welt einen sehr indischen Klang und so nannten sich die früheren Herrscher Nordindiens.
Das Lamaharja hat aber eine viel tiefgreifendere Bedeutung. Es lässt sich aber nicht nur in Indien oder Peru finden - nur Die Eine und Der Andere suchen es dort - , sondern ist überall zu finden, wo Menschen daran glauben und bereit sind, etwas Neues zu wagen. Wer es sucht, hat eine Lebensaufgabe gefunden, denn auf der Suche muss man sich selbst zurück lassen und nach dem "Ganz Anderen" in einem selbst streben. Man wird es auch niemals vollständig verstehen, aber der Suchende kann sich langsam ein Bild davon machen. In gewisser Weiße ist es die Antwort auf die Frage "Was ist der Sinn des Lebens?" und führt zum wahrhaftigem Verhalten. Es kann von jedem gesucht werden, der fähig ist, dafür seine eigenen Positionen aufzugeben und hängt somit nicht von Kultur, Rasse, Religion oder sonstigen Äußerlichkeiten ab. Denn jeder begeht einen inneren Weg (was oft als Spiritualität bezeichnet wird), dessen Ziel das Verstehen des eigenen Wesens sein sollte.
Dank meiner bisherigen Auslandserfahrung meine ich nun zu wissen, dass kein Land "Spiritueller" ist als das Andere. Es gibt nur verschiedene Ansätze (durch Kultur, Religion, Philosophie, ...), wie versucht wird ein sinnvolles Leben zu erlangen. Wichtig dabei ist nur, nicht stehen zu bleiben - wer rastet, rostet!. Ich glaube daran, dass man nie vollkommen glücklich, erlöst, heilig (oder wie man es sonst nennen möchte) sein wird, dass aber das Streben danach ein erfülltes Leben (ein sinnvolles Leben) mit sich bringen wird.
Daher glaube ich fest an ein Lamahraja, das eine Quelle der Inspiration an jedem Ort darstellt und Menschen zur Einsicht bringen kann. Durch diese Einsicht bekommen wir Menschen eine unserer wichtigsten Fähigkeiten: Die Humanität. Sie befähigt uns Menschen dazu ein umsichitges Bild von unserer Umgebung zu bekommen und sorgsam mit den Dingen und Lebewesen um uns herum umzugehen.

In diesem Sinne freue ich mich darüber, dass ich durch dieses Indien Jahr die Chance habe, das lamaharaja von einer ganz anderen Seite zu suchen und wünsche auch der Einen viele Einsichten, die sie dem Lamaharaja näher bringen.

Ich hoffe, ihr konntet meinem Gedankenblitz folgen!


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4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Deshalb werd ich mich auch wieder fortbewegen!! :) Wunderprächtig
jule

Anonym hat gesagt…

Matthias,
das ist ein sehr schöner Beitrag für einen sonnigen Samstagmorgen in Gültstein. Unverhofft habe ich mal wieder etwas sehr weißes gelesen!
Ich wünsch dir noch eine gute Zeit - wir sehen uns im Herbst!

Grüße
Michael

Tobi hat gesagt…

Hey Math,

super Beitrag, für mich steckt viel Wahrhaftigkeit in deiner Aufklärung. Es ist schön für mich, dass du solche Anreize auslöst und somit einigen Menschen die Augen auf der Suche des Sinn Ihres Lebens öffnest.

Zumindest sie dazu motivierst einen Sinn zu suchen.

Alles Gute und schöne Grüße,

dein Nachhilfeschüler ;)

Jonathan hat gesagt…

Hei Mathias,
Grüße von Jonathan in Brasilien, gosto muito do "philosophischer Beitrag" - hat mir sehr gut gefallen =) dir weiterhin alles gute =) und bis später im lamaharaja ;-)

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